13. April 2010

Preview: Red Dead Redemption

Da gibt es dieses eine Szenario. Ein Szenario, das keineswegs ausgelutscht ist und jede Menge Stoff für eine spannende und interessante Story bietet. Filme gab es in diesem Szenario einfach zuviele und werden von Jahr zu Jahr auch immer seltener. Ich rede natürlich vom Wilden Westen! Eine Zeit, in der ein jeder nach seinem eigenen Gesetz leben, solange er auch einen geladenen Revolver mit sich trug. So wird es auch in Red Dead Redemption sein, dem neuen Spektakel aus den Traumwerkstätten von Rockstar Games, welche sich bereits mit den Spielen der Grand Thef Auto-Reihe als Meister ihres Handwerks auszeichnen durften. Praktisch, dass Rockstar Games hier auf dieselbe Technik wie in GTA IV zugreifen kann um somit eine große, offene und lebendige Spielwelt zu erschaffen. Und die hat es wirklich in sich.

Ein Mann räumt auf

Red Dead Redemption spielt im Amerika des frühen 20. Jahrhundert und die Ära der Cowboys neigt sich dem Ende zu. Weil eine Bundesbehörde die Familie des früheren Outlaws John Marston bedroht, wird dieser in das Grenzgebiet im Westen geschickt, um dabei zu helfen, für Recht und Ordnung zu sorgen. Doch wie John Marston letztendlich für Recht und Ordnung sorgt, bleibt ganz euch überlassen. Denn wie die Welt auf euch reagiert, hängt ganz davon ab, was ihr macht und wie ihr es macht. Kleidung spielt dabei auch eine große Rolle, denn einem feinen Gentleman im schicken Anzug traut man eher als einem Revolverschwingenden Bandit im schwarzen Mantel. Je nachdem wie ihr euch verhält, gewinnt oder verliert ihr an Ruf. Neben Revolverduellen mit hartgesottenen Draufgängern könnt ihr auch das Gesetz in die Hand nehmen und für den lokalen Sheriff auf Kopfgeldjagd gehen. Je nachdem ob ihr die gesuchten Verbrecher tot oder lebendig dem Sheriff vorwirft, beeinflusst das natürlich auch wieder euren Ruf.

Neben der Story gibt es natürlich in einer so riesigen Spielwelt jede Menge zu sehen und zu erleben. Reitet ihr durch das weite Land, werdet ihr ganz bestimmt auf den ein oder anderen Hinterhalt stoßen oder ihr entscheidet euch, eine Postkutsche oder normale Zivilisten zu begleiten um diese vor Banditen zu beschützen. Auch hier gilt wieder das Gesetz der Entscheidung: entweder beschützt ihr die Unschuldigen oder überfallt sie selber, ein paar Dollar springen sicher immer dabei heraus. Solltet ihr aber mal keine Lust auf den ganzen Truble haben, dann könnt ihr auch einfach das weite Land erkunden. Im Norden findet ihr hohe Berge, Schnee und wilde Bären während ihr euch im Süden mit Sand und Felsen zufrieden geben müsst. Auf eurer Reise könnt ihr sogar auf Jagd gehen, um mit eurer Beute beim nächsten Händler Geschäfte zu machen. Aber Vorsicht, legt ihr euch mit einem Rudel Wölfe an, könnt ihr auch schnell zum Gejagten werden. Und geht der Tag zu Ende, könnt ihr einfach ein Lager aufschlagen oder gesellt euch zu anderen an ein Lagefeuer, um Geschichten aus der Gegend zu lauschen.

Diese Stadt ist nicht groß genug für uns beide

Mal ehrlich, bei so einem Spiel darf ein Mutliplayer nicht fehlen. Und zum Glück fehlt er auch nicht. Aber wie kann man den Multiplayer eines so riesigen Spiels attraktiv gestalten? Nunja, es gibt die klassischen Modi wie Team Deathmatch (zwei Teams gegeneinander), Free for All (jeder gegen jeden) und weitere zielorientierte Modi wie z.B. das Verteidigen einer Postkutsche. Aber hey, wäre doch ziemlich cool wenn man mit ein paar Freunden die offene Spielwelt gemeinsam erkunden könnte. Das sahen die Entwickler bei Rockstar Games genauso und haben den Modus Free Roam implementiert. Dieser Modus stellt einfach gesagt die riesige Spielwelt als Online-Lobby für den Multiplayer von Red Dead Redemption dar. Hier trifft ihr auf andere Spieler, die durch die Welt streifen, wenn nicht sogar ganze Banden. Gruppen lassen sich kinderleicht mit anderen Spielern bilden, um so gemeinsam auf Verbrecherjagd oder Raubzug gehen zu können. Natürlich könnt ihr aber noch auf die klassische Art und Weise direkt in ein Multiplayer-Spiel einsteigen. Abgesehen davon sammelt ihr im Multiplayer Erfahrungspunkte, mit denen ihr z.B. bessere Waffen oder schnellere Pferde freischaltet.

Ersteindruck

Filmmaterial sowie alle Informationen, über die man in den weiten des Internets stolpern kann, versprechen noch so einiges mehr als ich überhaupt nennen konnte. Für einen Preview-Artikel hab ich aber allerhand zusammenbekommen, aber mal schauen was sich spätestens im Juni so alles in einem Review-Artikel unterbringen lässt. Erscheinen soll das Spiel hierzulande am 21. Mai 2010 für Xbox 360 sowie PlayStation 3. Eine PC-Version ist bisher nicht angekündigt, jedoch war es bei sämtlichen GTA-Titeln auch so, dass Rockstar Games zu einem späteren Zeitpunkt eine Version nachreichte. Ich persönlich freue mich sehr auf das Erscheinen dieses Titels, der Wilde Westen ist meiner Meinung nach ein unterschätztes Szenario, sei es in der Film- oder Videospiel-Branche. Volles Vertrauen setze ich auch in Rockstar Games, die ja immerhin schon mit sämtlichen GTA-Titeln beweisen konnten, dass sie Ahnung von ihrem Handwerk haben. Auch wenn es in den letzten Monaten Gerüchte und/oder Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen innerhalb der Büros von Rockstar Games gab, so hoffe ich doch, dass diese nicht wahr sind bzw. sich nicht negativ auf das fertige Produkt ausüben.

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